Energie und Umwelt erforschen: St. Ursula Geilenkirchen zu Gast im JuLab

Spannende Experimente, aktuelle Forschung und acht außerschulische Lerntage: Im Schuljahr 2025/26 besuchten die beiden WPII-Kurse „Energie und Umwelt“ der Jahrgangsstufe 9 des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula Geilenkirchen das Schülerlabor JuLab im Forschungszentrum Jülich. Unterstützt wurde die Kooperation durch das zdi-Netzwerk Aachen und Kreis Heinsberg, das die Fahrtkosten übernahm.

Umwelt erforschen: Boden und Biotechnologie

Für den Kurs mit Schüler*innen der Klassen 9a, 9c und 9d stand zunächst das Thema Umwelt im Mittelpunkt. Im JuLab untersuchten die Jugendlichen verschiedene Bodenproben und beschäftigten sich mit deren physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften. Sie ermittelten unter anderem das Wasserspeichervermögen und wiesen ausgewählte Bodenbestandteile experimentell nach. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Böden als Lebensraum, Wasserspeicher und Grundlage unserer Ernährung sind.

© St. Ursula Geilenkirchen

An einem weiteren Experimentiertag ging es um Biotechnologie. Die Schüler*innen stellten Bioethanol mithilfe von Hefen her, gewannen es durch Destillation und bestimmten den Ethanolanteil. Anschließend nutzten sie das gewonnene Ethanol in einer Brennstoffzelle zur Energiegewinnung. So konnten sie den gesamten Prozess von der Herstellung eines Energieträgers bis zu seiner technischen Nutzung nachvollziehen.

Energie und Energiewende

Der zweite Kurs mit Schüler*innen der Klassen 9b und 9e beschäftigte sich mit dem Schwerpunkt Energie. Im JuLab bauten die Jugendlichen unter anderem eine Grätzelzelle und erhielten bei einer Führung über den Jülicher Campus Einblicke in die Forschung zur Photovoltaik.

Dabei stand auch die Frage im Mittelpunkt, wo künftig Platz für Photovoltaikanlagen geschaffen werden kann. Die Schüler*innen lernten Konzepte wie Agri-PV und Fassaden-PV kennen und entwickelten Ideen für eine mögliche Nutzung der eigenen Schulfassaden.

Ein weiterer Besuch widmete sich der digitalen Informationsverarbeitung. Die Jugendlichen erfuhren, wie große Datenmengen in der Forschung verarbeitet werden, und erhielten Einblicke in das Jülich Supercomputing Centre (JSC). Dabei wurde auch die Nutzung der von Hochleistungsrechnern erzeugten Abwärme thematisiert.

Ergänzt wurde das Programm durch einen Vortrag zur Berufsorientierung, der verschiedene berufliche Perspektiven im Umfeld von Forschung und Technik aufzeigte.

© St. Ursula Geilenkirchen

Ausblick ins nächste Schuljahr

Die Zusammenarbeit mit dem JuLab geht auch im aktuellen Schuljahr weiter. In der Jahrgangsstufe 10 sollen die Jugendlichen über digitale Formate mit Forscher*innen des Forschungszentrums Jülich in Kontakt bleiben. Geplant ist unter anderem ein Austausch zum Thema Klimaforschung.

Die Zusammenarbeit zeigt, wie außerschulische Lernorte Unterricht bereichern und Schüler*innen für Naturwissenschaften, Technik und aktuelle Forschung begeistern können.